22.06.2026 von Meiky
Rekordaufenthalt in Chester
Am selben Tag erreichten wir Chester in England, direkt an der Grenze zu Wales. Seit einigen Jahren wohnt dort Se, ein sehr guter Freund von mir (Meiky), den ich mittlerweile seit über 25 Jahren kenne.
Er besitzt ein kleines Häuschen am Stadtrand auf einem ehemaligen Gebiet des Duke of Westminster, der heute quasi sein Nachbar ist.
21.06.2026 von Meiky
Walisisch? Keine Chance
Cymru heißt Wales auf Walisisch. Die walisische Sprache (Cymraeg) stammt aus der keltischen Sprachfamilie und wird seit etwa 1.400 bis 1.500 Jahren in Wales gesprochen. Sie entwickelte sich aus dem alten Brittonischen. Heute sprechen rund 850.000 Menschen Walisisch, vor allem in Wales selbst. Es ist dort offizielle Amtssprache neben Englisch.
27.05.2026 von Meiky
So … wir machen einfach weiter mit den Sehenswürdigkeiten in Cornwall.
Küste, Küste, Küste
Für uns ging es weiter entlang der Küste nach Polperro. Ein kleines, autofreies Fischerdorf mit engen Gassen, weißen Häusern und einem Hafen: Genau so, wie man sich ein authentisches englisches Küstendorf vorstellt.
10.05.2026 von Meiky
Traumwetter und fast kein Regen!
Ja, ab dem Tag der Anreise mit der Fähre von Calais nach Dover hatten wir praktisch keinen Regen. Manchmal war der Himmel bedeckt, aber meistens hatten wir Sonnenschein. Ausgerechnet an Michas Geburtstag erwischte uns ein halber Tag Regen. Selten, dass es das Wetter so gut mit uns meint – normalerweise reist die Regenwolke eher mit uns mit.
Dezember 2017 von Meiky
Nachdem wir uns zwei Tage Edinburgh angsahen, sind wir bis zur Nordspitze Schottlands gefahren und besichtigten noch die Insel Iona und Sky. Ende Oktober ist Schottland sehr ruhig, aber es kann auch täglich regnen und man tut sich etwas schwerer B&B´s zu finden, da viele dieser Häuser in den Wintermonaten kein B&B anbieten.
Wir denken, es ist aber immer noch leichter als zur Hauptsaison, es sei den man bucht dann alles im Voraus.
Dezember 2017 von Meiky
In England war ich immer mit den Jungs zum Radfahren, genauer gesagt zum BMX fahren.
Rund um London, vorallem im westlichen Teil gibt es die weltbesten BMX-Spots. Auf nur 10 Kilometern finden sich 3 local-spots wie sie besser nicht sein könnten.
Zum Teil handelt es sich um „Secret Spots“, die tief im Wald versteckt sind und nur die Locals wissen wo sie sich befinden. Wenn man es schafft einen Trails & Dirt Spot ausfindig zu machen, ...
Wales - Teil 2
22.06.2026 von Meiky
Rekordaufenthalt in Chester
Am selben Tag erreichten wir Chester in England, direkt an der Grenze zu Wales. Seit einigen Jahren wohnt dort Se, ein sehr guter Freund von mir (Meiky), den ich mittlerweile seit über 25 Jahren kenne.
Er besitzt ein kleines Häuschen am Stadtrand auf einem ehemaligen Gebiet des Duke of Westminster, der heute quasi sein Nachbar ist. Wobei „Nachbar“ vielleicht etwas übertrieben ist, denn das Anwesen des Dukes liegt immerhin noch etwa fünf Kilometer Luftlinie entfernt.
Wir konnten direkt in Ses Einfahrt neben der Terrasse campen. Und tatsächlich blieben wir volle 14 Tage. Damit haben wir einen neuen Rekord aufgestellt, denn noch nie zuvor waren wir während unserer Reisen so lange an einem einzigen Ort.
Die zwei Wochen vergingen wie im Flug. Fast jeden Abend wurde gemeinsam gegrillt, wir erzählten uns Geschichten von früher und schauten uns unzählige alte Fotos und Videos an. Nachdem Se über viele Jahre hinweg immer wieder Fotos und Videos gemacht hatte, dauerte es natürlich eine ganze Weile, sich durch die ganzen Erinnerungen zu arbeiten.
Aus dieser Zeit stammt auch sein Fahrradvideo unserer Fahrradclique mit Namen „Trailporn 2“, das viele Mountainbike und BMX Sequenzen zeigt. Wenn man berücksichtigt, dass der Film inzwischen fast 25 Jahre alt ist, wirkt er heute noch erstaunlich modern. Damals wurde noch analog gefilmt, Social Media existierte nicht, VHS-Kassetten waren noch das Maß der Dinge, aber dieses Video gab es nur im Onlinedownload. Rückblickend war der Film seiner Zeit durchaus ein Stück voraus.
Micha konnte währenddessen ungestört arbeiten und ich kümmerte mich auch noch ein wenig um den Landy. Ölwechsel, Radlager einstellen und diverse andere Kleinigkeiten. Ganz normale Wartungsarbeiten eben.
Selbstverständlich schauten wir uns auch gemeinsam Chester an. Die historische Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern, den alten Stadtmauern und den berühmten „Rows“, einer Art Arkadengängen, gehört zu den schönsten Städten Englands.
Zufälligerweise fand während unseres Aufenthalts auch noch ein Pferderennen statt, das wir uns natürlich ebenfalls auf der ältesten Pferderennbahn in England anschauten.
Ausflügeg nach Llangollen, Peak Distrikt, und zu anderen Reisenden
Einen Ausflug machten wir außerdem nach Llangollen. Dort trafen wir uns erneut mit Guy und Sharon zum Frühstück. Der kleine Ort liegt malerisch im Dee Valley und ist vor allem für seine historische Eisenbahn und den Kanal bekannt. Dort kann man noch heute die typischen walisischen Kanalboote sehen, die früher von Pferden entlang der Treidelpfade gezogen wurden. Heute ist das natürlich eher eine touristische Attraktion, schön anzusehen ist es aber trotzdem.
Ein weiterer Ausflug führte uns in den Peak District, wo wir einige kleinere Wanderungen unternahmen. Die hügelige Landschaft mit ihren Mooren, Tälern und Steinmauern bietet zahlreiche schöne Wanderwege und ist nicht ohne Grund einer der beliebtesten Nationalparks Englands.
Nördlich von Liverpool besuchten wir dann noch weitere Reisende. Bobby und Marie waren ebenfalls 2,5 Jahre mit ihrem Expeditions-LKW unterwegs. Derzeit bauen Sie ein neues Reisefahrzeug auf, einen MAN KAT1 8x8. Es ist mit Abstand das größte Reisefahrzeug das wir jemals gesehen haben. Und Sie bauen jeglichen Schnick-Schnack ein der technisch umsetzbar ist, alles für die Follwer. Für uns wäre das Fahrzeug definitiv eine Nummer zu groß. Wir freuen uns für die beiden, dass sie bald zu Dritt wieder auf Reisen sind. Evtl. sieht man sich wieder irgendwo auf der Welt.
Irgendwann beschlossen wir dann kurzerhand, doch noch nach Irland zu fahren. Also ging es davor nochmal zurück nach Snowdonia, einem Gebiet im Norden von Wales, das wir bis dahin noch weitgehend ausgelassen hatten und das praktischerweise direkt auf dem Weg zur Fähre nach Irland liegt.
Snowdonia – Schiefer, Berge und Industriekultur
Die meisten verbinden Snowdonia vermutlich sofort mit dem Snowdon, dem höchsten Berg von Wales. Tatsächlich hat die Region aber deutlich mehr zu bieten als nur einen Gipfel. Für uns waren es vor allem die gewaltigen Schiefersteinbrüche, die die Landschaft prägen. Egal in welche Richtung man fährt, überall entdeckt man alte Abraumhalden, verlassene Gebäude, ehemalige Gleisanlagen und die Überreste einer Industrie, die diese Region über Jahrhunderte geprägt hat.
Heute kommen die meisten Besucher zum Wandern nach Snowdonia. Für uns waren die alten Steinbrüche mindestens genauso interessant. Sie erzählen die Geschichte einer Zeit, in der hier Tausende Menschen arbeiteten und Schiefer aus den Bergen holten, der später auf Dächern in ganz Europa landete.
Der Schieferabbau in Nordwales begann bereits im 18. Jahrhundert, seinen Höhepunkt erreichte er jedoch zwischen etwa 1850 und 1914. In dieser Zeit galt Nordwales als das wichtigste Schieferabbaugebiet der Welt. Zeitweise arbeiteten über 17.000 Menschen in den Steinbrüchen der Region. Der Schiefer wurde zunächst mit Pferdefuhrwerken und später über ein ausgeklügeltes Netz aus Schmalspurbahnen zu den Häfen transportiert und von dort in die ganze Welt verschifft.
Der Schiefer aus Nordwales galt als besonders hochwertig, langlebig und wetterbeständig. Er wurde auf zahlreichen bedeutsamen Gebäuden verwendet. Ein bekanntes Beispiel ist der Kölner Dom. Auch das Dach des Palace of Westminster in London wurde mit walisischem Schiefer gedeckt. Mit dem Aufkommen günstigerer Baumaterialien begann jedoch der Niedergang der Industrie. Viele Steinbrüche wurden im Laufe des 20. Jahrhunderts aufgegeben. Seit 2021 zählen die „Slate Landscapes of Northwest Wales“ zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Wandern durch verlassene Steinbrüche
Besonders faszinierend fanden wir die Möglichkeit, durch die ehemaligen Steinbrüche zu wandern. Offiziell ist das manchmal etwas verwirrend. An vielen Stellen stehen Zäune und Verbotsschilder. Geht man jedoch weiter, findet man plötzlich markierte Wanderwege. Letztendlich muss jeder selbst entscheiden, was er daraus macht.
Genau das macht den Reiz dieser Gegend aus. Man läuft nicht einfach nur über einen Wanderweg, sondern entdeckt ständig neue Dinge. Hinter einer Kurve steht plötzlich ein altes Maschinenhaus. Wenige Minuten später blickt man in einen riesigen Steinbruch oder auf eine alte Transportanlage. Dann tauchen wieder verlassene Werkstätten, Tunnel und Höhlen sowie überwucherte Gleise auf. Man hat fast das Gefühl, durch ein riesiges Freilichtmuseum zu laufen.
Dinorwig Slate Quarry
Der beeindruckendste Steinbruch war für uns der Dinorwig Slate Quarry bei Llanberis. Er gehörte einst zu den größten Schiefersteinbrüchen der Welt.
Als wir dort ankamen, wurde uns schnell klar, dass man hier problemlos ein bis zwei Tage verbringen könnte. Das Gelände ist riesig. Überall verlaufen alte Transportwege. Man entdeckt verlassene Gebäude, Maschinenfundamente, Schieferrutschen und die Überreste ehemaliger Gleisanlagen.
Früher wurde der Schiefer auf kleinen Loren aus den höher gelegenen Steinbrüchen ins Tal transportiert. Beeindruckend sind die gewaltigen Abraumhalden, die heute fast wie künstliche Berge wirken. Aus einer Tonne Schieferschindeln entstand 9 Tonnen Schutt. Somit wurden die Berge teilweise versetzt. Von vielen Stellen hat man außerdem einen fantastischen Blick auf den Snowdon und die umliegende Berglandschaft. Genau solche Orte mögen wir besonders. Man kann stundenlang herumlaufen, fotografieren und ständig etwas Neues entdecken.
In der Blaenau Slate Mine waren wir ebenfalls unterwegs. Sie ist durchaus interessant, kommt für uns aber bei Weitem nicht an Dinorwig heran.
Snowdon – der höchste Berg von Wales
Über der gesamten Region thront der Snowdon, auf Walisisch Yr Wyddfa. Mit 1.085 Metern ist er der höchste Berg von Wales.
Der bekannteste Wanderweg beginnt in Llanberis. Für Hin- und Rückweg muss man etwa 15 Kilometer Strecke und rund 975 Höhenmeter einplanen. Die Wanderung gilt technisch als relativ einfach, erfordert aber dennoch eine gute Grundkondition.
Wer nicht wandern möchte, kann mit der historischen Snowdon Mountain Railway auf den Gipfel fahren. Die Zahnradbahn verkehrt bereits seit 1896 und transportiert jedes Jahr Tausende Besucher auf den höchsten Berg von Wales.
Wenn man sich allerdings Videos auf Social Media anschaut, sieht der Gipfel an schönen Tagen teilweise aus wie eine Fußgängerzone. Natürlich ist die Aussicht beeindruckend, aber ganz ehrlich: Ich schaue mir dann lieber einen verlassenen Schiefersteinbruch an, als mit hunderten anderen Menschen Schlange für ein Gipfelfoto zu stehen.
Mit zwei historischen Schmalspurbahnen durch Snowdonia
In Wales gibt es zahlreiche historische Schmalspurbahnen. Für Eisenbahnfreunde ist das ein echtes Paradies. Wir wollten gleich zwei davon an einem Tag fahren.
Zunächst fanden wir auf den Webseiten allerdings nur klassische Hin- und Rückfahrten mit längeren Aufenthalten am Zielort. Das erschien uns wenig interessant, zumal man dann die gleiche Strecke wieder zurückfahren muss. Nach etwas Recherche stellten wir jedoch fest, dass man die Strecken auch als einfache Fahrten buchen kann. Die Tickets mussten lediglich vor Ort gekauft werden.
Also fuhren wir mit dem Auto nach Blaenau Ffestiniog und kauften dort ein Ticket für die historische Ffestiniog Railway nach Porthmadog. Die Strecke wurde ursprünglich gebaut, um den Schiefer aus den Steinbrüchen zum Hafen zu transportieren. Heute zählt sie zu den bekanntesten Museumsbahnen der Welt.
Die Fahrt führt durch Wälder, vorbei an Seen und quer durch die Berge Snowdonias. Immer wieder sieht man alte Steinbrüche und die Spuren der ehemaligen Schieferindustrie. In Porthmadog angekommen, hatten wir etwa eine Stunde Zeit für einen kleinen Spaziergang und ein kleines Mittagessen. Anschließend kauften wir ein weiteres Ticket für die Welsh Highland Railway nach Caernarfon.
Diese Strecke ist noch etwas länger und führt noch tiefer in die Bergwelt Snowdonias hinein. Mehrmals hatten wir dabei freie Sicht auf den Snowdon und die umliegenden Berge.
Nun standen wir allerdings vor dem Problem, wieder zurück nach Blaenau Ffestiniog zu kommen. Zum Glück gibt es dafür eine erstaunlich einfache Lösung. Nach dem Abendessen in einem Pub an der Burg stiegen wir in den Bus T22. Dieser verbindet Caernarfon direkt mit Blaenau Ffestiniog.
Die Fahrt dauert etwa eineinhalb Stunden und kostete gerade einmal 3,10 GBP. Für uns war das die perfekte Lösung. So konnten wir an einem einzigen Tag zwei historische Schmalspurbahnen erleben, hatten deutlich mehr Abwechslung und sparten gegenüber den klassischen Hin- und Rückfahrkarten sogar noch Geld, da wir jeweils nur einfache Fahrten gebucht hatten.
Die Ticketpreise sind zwar durchaus ordentlich. Wenn man allerdings sieht, welcher Aufwand hinter dem Erhalt der historischen Fahrzeuge und Strecken steckt, ist das Geld aus unserer Sicht gut investiert.
Hier ist sind die Online-Ticketpreise für die Strecken hin und zurück:
Blaenau Ffestiniog nach Portmadog ab 50.- GBP mit der Ffestiniog Railway
Portmadog nach Caernarfon und zurück ab 72,- GBP mit der Welsh Highland Railway
Eine Nacht blieben wir noch in Snowdonia. Am nächsten Morgen ging es dann nach Holyhead zur Fähre nach Dublin und damit zum nächsten Kapitel unserer Reise.
Wales - Teil 1
21.06.2026 von Meiky
Walisisch? Keine Chance
Cymru heißt Wales auf Walisisch. Die walisische Sprache (Cymraeg) stammt aus der keltischen Sprachfamilie und wird seit etwa 1.400 bis 1.500 Jahren in Wales gesprochen. Sie entwickelte sich aus dem alten Brittonischen. Heute sprechen rund 850.000 Menschen Walisisch, vor allem in Wales selbst. Es ist dort offizielle Amtssprache neben Englisch. Walisisch ist in manchen Regionen noch Muttersprache, Pflichtfach in Schulen, teilweise Unterrichtssprache und wird staatlich stark gefördert, sodass die Sprache nach langer Rückläufigkeit aktuell wieder im Aufschwung ist.
Somit fiel uns in Wales relativ schnell die Sprache auf. Mit Englisch hat Walisisch gefühlt absolut gar nichts gemeinsam. Es lässt sich auch wirklich kein einziges Wort irgendwie herleiten oder zusammenreimen. Interessanterweise klingt die Sprachmelodie für uns eher ein bisschen skandinavisch, zumindest wenn man Einheimische sprechen hört. Verstehen konnten wir deswegen aber trotzdem kein Wort. Die Straßenschilder machten die Sache übrigens auch nicht einfacher.
Kanalboote
Die ersten kleineren Stopps machten wir entlang kleiner Kanäle und Flüsse. Dort lagen auch die typischen britischen Kanalboote, die sogenannten Narrowboats. Diese langen und extrem schmalen Boote wurden früher hauptsächlich für den Warentransport genutzt, da sie perfekt durch die engen britischen Kanäle passten. Heute dienen sie meistens als Hausboote oder für gemütliche Reisen durch die Wasserstraßen Großbritanniens. Teilweise wohnen Menschen sogar dauerhaft darauf.
Caerphilly Castle & Castell Coch
Cardiff selbst haben wir, wie wir das so oft bei Großstädten handhaben, ausgelassen. Dafür schauten wir uns nördlich davon das Caerphilly Castle an. Die riesige Burganlage gehört zu den größten Burgen Großbritanniens und ist vor allem für ihre mächtigen Wassergräben bekannt. Rund um die Burg liefen unzählige Gänse und andere Wasservögel herum, die natürlich wieder als perfekte Fotomotive herhalten mussten. Die Burg wurde ab 1268 von Gilbert de Clare erbaut und diente vor allem dazu, die englische Herrschaft in Wales zu sichern.
Danach ging es weiter zum Castell Coch. Das Schloss ist märchenhaft mitten im Wald eingebettet. Leider sieht man aufgrund der Renovierung zurzeit nicht viel, daher ersparten wir uns auch die Besichtigung von innen. Das heutige Schloss entstand im 19. Jahrhundert auf den Ruinen einer mittelalterlichen Burg und wurde vom wohlhabenden Marquess of Bute als romantischer Landsitz wiederaufgebaut.
Church Doors Cove, St. Govan’s Chapel & The Green Bridge of Wales
Schon ziemlich weit im Westen von Wales schauten wir uns anschließend die bekannte Church Doors Cove an. Aufgrund des Wetters wirkte dort allerdings alles deutlich weniger karibisch als noch zuvor in Cornwall. Durch einen natürlichen kleinen Durchgang im Felsen gelangt man zu einem weiteren Sandstrand.
Ganz in der Nähe befindet sich außerdem die kleine St. Govan’s Chapel. Die winzige Kapelle wurde direkt zwischen die Felsen an die Küste gebaut und wirkt fast ein bisschen surreal. Der Legende nach soll sich der Heilige Govan dort einst vor Piraten versteckt haben. Um zur Kapelle zu gelangen, muss man zahlreiche steile Stufen entlang der Klippen hinunterlaufen.
Die dritte Sehenswürdigkeit ist The Green Bridge of Wales, ein riesiger natürlicher Felsbogen im Meer. Leider konnten wir diesen nicht besichtigen, da sich die Gegend auf einem Militärübungsgelände befindet und gerade Schießübungen stattfanden. Irgendwie hatten wir mit Militärübungen in Wales jetzt auch nicht unbedingt gerechnet.
Puffins auf Skomer Island
In unserem Reiseführer entdeckten wir dann noch die Insel Skomer Island. Da dort im Frühjahr unzählige Papageientaucher leben, wollten wir die Insel eigentlich unbedingt besuchen. Papageientaucher hatten wir zuletzt vor vielen Jahren auf Island gesehen. Umso enttäuschender war es dann herauszufinden, dass man die Tickets schon im Dezember buchen muss. Die Besucherzahlen sind stark limitiert, da Skomer eine der wenigen Inseln außerhalb Islands ist, auf der man die Papageientaucher direkt an Land beobachten kann. Viele weitere Touren gibt es zwar ebenfalls, dort fotografiert man die lustigen Vögel aber nur vom Boot aus, was sich mit Teleobjektiv und Wellengang eher schwierig gestaltet.
Elan Valley
Danach meinte es das Wetter leider nicht mehr ganz so gut mit uns. Trotzdem fuhren wir ins Elan Valley, eine Gegend, die vor allem für ihre riesigen Staudämme und Wasserreservoirs bekannt ist. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurden dort mehrere Dämme gebaut, um die Stadt Birmingham mit Trinkwasser zu versorgen. Besonders bekannt sind die Staudämme Craig Goch, Pen y Garreg, Garreg Ddu und Caban Coch.
Die gesamte Landschaft wirkt mit den Seen, Bergen und langen Straßen fast ein bisschen wie in Schottland.
Corris / Braich Goch Slate Mine
Super spannend sind die Gegenden rund um die alten Steinbrüche, so wie bei Corris. Dort gibt es alte Schiefersteinbrüche und Bergwerke, die früher eine wichtige Rolle für die Region spielten.
Besonders interessant fanden wir die riesigen kreisrunden Löcher und Einschnitte im Gestein. Diese entstanden durch den jahrzehntelangen Abbau von Schiefer. Das Hochklettern und Erkunden machte auf jeden Fall ziemlich Spaß, auch wenn man manchmal nicht genau wusste, ob man gerade auf einem Wanderweg oder mitten in einem alten Steinbruch unterwegs war.
Portmadog: Harlech Castle & autofahren am Strand
Danach ging es weiter zum Harlech Castle. Die Burg wurde im 13. Jahrhundert von König Edward I. erbaut und thront spektakulär auf einem Felsen mit Blick auf das Meer. Durch ihre Lage wirkte die Festung früher nahezu uneinnehmbar. Heute zählt sie zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Tatsächlich gibt es in Wales sogar Strände, die man mit dem Auto befahren darf. Dafür bezahlt man ungefähr acht Euro pro Tag. Bei schönem Wetter stehen dort teilweise ganze Reihen von Fahrzeugen direkt am Strand. Bei Starkwind und Regen war das für uns allerdings weniger attraktiv, wir schauten aber dennoch kurz vorbei.
Insel Anglesey
Anglesey ist im Norden von Wales. Dort gibt es unzählige weniger bekannte historische Fundstätten, Steinkreise, Dolmen und alte Grabstätten.
Aber zuerst fuhren wir durch den Ort mit dem längsten Namen Europas: Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch. Der Name bedeutet übersetzt ungefähr: „Die Marienkirche in einer Mulde mit weißen Haselbäumen nahe eines schnellen Strudels und der Kirche des heiligen Tysilio bei der roten Höhle.“
Im Nordwesten der Insel fanden wir mehrere historische Stätten, die jeweils nur etwa 100 Meter voneinander entfernt waren. Das sogenannte Lligwy Burial Chamber stammt vermutlich aus der Jungsteinzeit und ist somit etwa 5.000 Jahre alt.
Die Siedlung Din Lligwy wiederum stammt aus der Eisenzeit beziehungsweise der römischen Epoche. Gefundene Münzen und Keramik stammen jedenfalls aus dem 4. Jahrhundert n. Chr.
Die Capel Lligwy dagegen ist deutlich jünger und eine mittelalterliche Kapelle aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts.
Eine weitere bekannte Sehenswürdigkeit auf Anglesey ist South Stack bei Holyhead. Dort steht ein Leuchtturm spektakulär auf einer kleinen Felseninsel direkt vor den Klippen.
Leider konnten wir uns den Leuchtturm nicht genauer anschauen. Das Wetter war zu schlecht, der Wind extrem stark und die letzte Brücke zum Leuchtturm wurde aus diesen Gründen sogar gesperrt.
Bank Holiday = Chaostage und ein Wiedersehen nach acht Jahren
Wie es halt immer so ist: Genau dann, wenn das Wetter plötzlich schön wird, kommt natürlich wieder ein Bank Holiday. Man kann diese Tage eigentlich ziemlich gut mit Chaostagen vergleichen. Das ganze Vereinigte Königreich ist auf Achse, Straßen, Campingplätze und Sehenswürdigkeiten sind überfüllt.
Schließlich fuhren wir dann zu unseren Freunden Guy und Sharon. Kennengelernt hatten wir die beiden bereits 2018 während unserer zweiten Langzeitreise durch Zentralasien. Seitdem hatten wir regelmäßig Kontakt, gesehen hatten wir uns allerdings tatsächlich ganze acht Jahre nicht mehr.
Die beiden wohnen in einem wunderschönen alten walisischen Häuschen irgendwo fernab jeglicher Zivilisation. Genau der richtige Ort, um dem langen Bank-Holiday-Wochenende zu entkommen. Wir haben dort bei schönstem Wetter volle vier oder fünf Tage verbracht und eigentlich nichts anderes gemacht als gequatscht. Dabei haben wir sogar völlig vergessen, Fotos zu machen.
Pistyll Rhaeadr
Nach wundervollen Tagen bei Guy und Sharon ging es für uns weiter zum Pistyll Rhaeadr, einem der bekanntesten Wasserfälle in Wales. Mit einer Höhe von rund 73 Metern zählt er zu den höchsten Wasserfällen Großbritanniens und fällt in mehreren Kaskaden über die Felsen hinab.
Pontcysyllte-Aquädukt
Danach fuhren wir weiter zum Pontcysyllte-Aquädukt. Dabei handelt es sich um die höchste schiffbare Kanalbrücke der Welt. Das Bauwerk wurde zwischen 1795 und 1805 errichtet und gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Wir gingen den Aquädukt mehrmals auf und ab und beobachteten die Kanalboote sowie die Kanufahrer neben uns auf der 40 Meter hohen Wasserstraße, die über einen Fluss führt. Es ist schon irgendwie faszinierend, wenn Boote scheinbar mitten in der Luft über ein Tal fahren.
Cornwall
19.05.2026 von Meiky
So … wir machen einfach weiter mit den Sehenswürdigkeiten in Cornwall.
Küste, Küste, Küste
Für uns ging es weiter entlang der Küste nach Polperro. Ein kleines, autofreies Fischerdorf mit engen Gassen, weißen Häusern und einem Hafen: Genau so, wie man sich ein authentisches englisches Küstendorf vorstellt.
Anschließend entschieden wir uns, ein bisschen Strecke zu machen, und fuhren bis zum Lizard Point, dem südlichsten Punkt Englands. Dort unternahmen wir eine Wanderung entlang der Küste bis zur Kynance Cove, eine der bekanntesten Buchten der Region mit türkisfarbenem Wasser, Felsen und kleinen Höhlen.
St. Michael’s Mount
Bis wir vor Ort auf der großen Insel waren, wussten wir gar nicht, dass es in England tatsächlich ein Pendant zum Mont-Saint-Michel in der Normandie gibt. Name und äußeres Erscheinungsbild sind dem französischen Vorbild erstaunlich ähnlich.
Wie beim Mont-Saint-Michel liegt die Anlage auf einem Felsen im Meer. Hier thront eine Burg, die nur bei Ebbe zu Fuß erreichbar ist. Bei Flut wird der Weg komplett vom Wasser verschluckt. Die Anlage stammt ursprünglich aus dem Mittelalter und wurde über die Jahre zu einer Festung und später zu einem Herrenhaus ausgebaut. Auch wenn St. Michael’s Mount deutlich kleiner ist als das französische Vorbild, wirkt es fast wie eine Mini-Version davon. Nur eben auf Englisch.
Mousehole
Ein weiterer kleiner Küstenort, den wir uns angeschaut haben, war Mousehole. Das ehemalige Fischerdorf mit seinem kleinen Naturhafen gilt als einer der schönsten Orte Cornwalls und war früher ein wichtiger Hafen für Fischerei und Handel.
Land’s End
Dann sind wir endlich am westlichsten Punkt des englischen Festlands angekommen: Land’s End.
Land’s End selbst ist weniger spektakulär als erwartet. Es gibt zwar wieder interessante Felsformationen, aber der eigentliche Höhepunkt war für uns die Wanderung zum Pedn Vounder Beach. Der Strand ist nicht besonders stark besucht, was vermutlich auch daran liegt, dass man die letzten zehn Meter die Klippen hinunterklettern muss. Aber genau das macht ihn am Ende auch ein bisschen besonders.
The Lego Beach & Holywell Bay Beach
Weiter entlang der Nordküste Cornwalls: erster Stopp Perranporth. Der Ort hat nicht nur einen riesigen Sandstrand, sondern dieser ist unter Insidern auch als „Lego Beach“ bekannt.
Der Grund dafür ist, dass 1997 das Containerschiff Tokio Express während eines Sturms vor der Küste Cornwalls mehrere Container verloren hat. Darunter auch einer mit fast fünf Millionen Legosteinen.
Das Verrückte daran ist: Viele der Steine hatten Meeresmotive wie Kraken, Taucherflaschen, Ruderboote oder kleine Harpunen. Tatsächlich werden bis heute noch einzelne Lego-Teile an den Stränden rund um Cornwall gefunden. Wir haben leider aber keine Legokrake gefunden.
Bei unserem Traumwetter wirkten viele Strände mit dem türkisfarbenen Wasser fast schon karibisch. Deshalb machten wir auch bei Holywell Bay Beach eine kleine Pause.
Bedruthan Steps
Die riesigen Felsformationen direkt vor der Küste sehen wirklich beeindruckend aus. Leider darf man seit gut sieben Jahren nicht mehr hinunter auf den Strand. Offiziell ist der Strand wegen Erdrutschgefahr gesperrt. Ganz ehrlich: Wir finden das etwas übertrieben. Am Ende sollte doch jeder selbst entscheiden können, ob er das Risiko eingehen möchte oder nicht. Leider scheint man daran derzeit auch nichts ändern zu wollen, was wir wirklich schade finden.
Port Isaac
Ein kleines, authentisches und fast autofreies Fischerdorf mit natürlichem Hafen, engen Gassen und weißen Häusern. Solche Orte gibt es gar nicht so oft in Cornwall.
Wochenende
Wir brauchten auch mal wieder ein Wochenende. Das bedeutet für uns zwei bis drei Tage, an denen wir einfach etwas entspannen wollten, arbeiten, Fotos sichern, Blog schreiben, etc. Auf einem riesigen ehemaligen RAF-Stützpunkt (Royal Air Force) entdeckten wir schließlich einen richtig schönen Platz zum Übernachten. Und wie so oft in England wurden wir auch dort wieder von frei herumlaufenden Ponys überrascht. Am letzten Abend kamen sie ganz nahe zu uns, wahrscheinlich haben sie sich an uns gewöhnt!
Tintagel Castle
Die Burgruine liegt spektakulär auf den Klippen direkt am Meer und ist eng mit der Legende um König Artus verbunden. Der Sage nach soll Artus hier geboren worden sein. Die ersten Befestigungen an diesem Ort stammen bereits aus dem frühen Mittelalter, die eigentliche Burg wurde jedoch im 13. Jahrhundert errichtet. Historisch belegt ist die Artus-Geschichte zwar nicht, aber die raue Küstenlandschaft, die Höhlen und die dramatischen Klippen passen perfekt zu den alten Legenden. Genau deshalb zieht Tintagel bis heute unzählige Besucher an. Der Eintrittspreis von 21 Euro ist allerdings mal wieder gesalzen.
Clovelly
Das kleine Fischerdorf an der Nordküste Devons wirkt fast so, als wäre dort irgendwann einfach die Zeit stehen geblieben. Autos gibt es im eigentlichen Ort keine. Die steilen, gepflasterten Gassen sind dafür viel zu eng. Stattdessen werden Waren teilweise heute noch mit Holzschlitten transportiert. Besonders schön ist der kleine Hafen am Ende des Dorfes, eingerahmt von weißen Häusern und steilen Klippen. Der Ort selbst wirkte aber eher wie ein Freilichtmuseum.
Lynton und Lynmouth
Die beiden Orte liegen spektakulär übereinander an der Steilküste und sind durch die berühmte Lynton and Lynmouth Cliff Railway miteinander verbunden. Das Besondere daran ist, dass die Bahn seit 1890 komplett wasserbetrieben fährt. Dabei wird Wasser in die Tanks des oberen Wagens geleitet, wodurch dieser schwerer wird und den unteren Wagen allein durch Schwerkraft nach oben zieht; völlig ohne Motor und einmalig auf der Welt.
Im unten liegenden Küstenort Lynmouth mündet ein Fluss ins Meer. Der Ort ist vor allem für seine dramatische Geschichte bekannt. 1952 kam es hier nach extremen Regenfällen zu einer schweren Flutkatastrophe, bei der große Teile des Ortes zerstört wurden.
Heute wirkt davon allerdings kaum noch etwas sichtbar, stattdessen findet man ein sehr schönes Küstenstädtchen mit alten Häusern, kleinen Cafés und steilen Straßen Richtung Klippen.
Avebury
Dort befindet sich einer der größten Steinkreise Europas, und tatsächlich ist die Anlage sogar deutlich größer als Stonehenge. Während Stonehenge eher kompakt aufgebaut ist, verteilt sich Avebury über ein riesiges Gebiet mit mehreren Steinkreisen und Gräben. Mitten durch die Anlage verlaufen heute Straßen und sogar ein kleines Dorf ist dort. Historiker gehen davon aus, dass Avebury bereits vor über 4.500 Jahren errichtet wurde und vermutlich für religiöse oder zeremonielle Zwecke genutzt wurde, ähnlich wie Stonehenge.
Wir fanden Avebury im Vergleich zu Stonehenge deutlich angenehmer zum Anschauen. Es wirkt ursprünglicher, man kann noch direkt zwischen den Steinen hindurchlaufen. Die Steine stehen mitten auf Feldern mit Schafen und der Eintritt ist kostenlos. Man kann Stonehenge und Avebury nicht wirklich vergleichen. Beide sind auf ihre eigene Art definitiv sehenswert. Außerdem liegen sie nur etwa 40 Kilometer auseinander.
White Horse von Uffington
Ganz in der Nähe befindet sich außerdem das berühmte Uffington White Horse. Dabei handelt es sich um ein etwa 110 Meter langes Pferd, das direkt in den Hang aus weißer Kreide gearbeitet wurde.
Besonders beeindruckend ist das Alter: Das White Horse stammt vermutlich aus der späten Bronzezeit oder frühen Eisenzeit und ist damit über 3.000 Jahre alt, deutlich älter als viele andere Kreidefiguren in England. Am besten erkennt man es übrigens aus der Luft, da man vom Boden oft gar nicht die komplette Form sieht.
Straßen
Die Straßen in Cornwall sind teilweise wirklich anstrengend. Viele davon sind extrem schmal, oft nur einspurig und es gibt kaum Möglichkeiten zum Ausweichen. Gut ausgebaute Landstraßen sind eher die Ausnahme. Dadurch kommt man meist deutlich langsamer voran, als man eigentlich denkt.
Dafür sind entlang der Strecken immer wieder schöne Fotomotive zu finden und vereinzelt auch alte Steinkreise, was das Vorankommen nochmal verlangsamt!
Südengland
10.05.2026 von Meiky
Traumwetter und fast kein Regen!
Ja, ab dem Tag der Anreise mit der Fähre von Calais nach Dover hatten wir praktisch keinen Regen. Manchmal war der Himmel bedeckt, aber meistens hatten wir Sonnenschein. Ausgerechnet an Michas Geburtstag erwischte uns ein halber Tag Regen. Selten, dass es das Wetter so gut mit uns meint – normalerweise reist die Regenwolke eher mit uns mit.
„Fünf-nach-zwölf-Regel“ und Linksverkehr
Wir sind Fans von englischen Kreisverkehren. Sie sind meist größer als in Deutschland und oft deutlich übersichtlicher. Eigentlich gibt es nur eine wichtige Regel: die „Fünf-nach-zwölf-Regel“. Man stellt sich den Kreisverkehr einfach wie ein Ziffernblatt vor. Wichtig bleibt aber: Schilder und Straßenmarkierungen haben immer Vorrang.
Links abbiegen (erste Ausfahrt, ca. „9 Uhr“)
• Links blinken beim Einfahren
• In der linken Spur bleiben
• Beim Verlassen weiter links blinken
Geradeaus (ca. „12 Uhr“)
• Kein Blinker beim Einfahren
• Spur je nach Markierung wählen
• Links blinken, sobald man die Ausfahrt nimmt
Rechts abbiegen / weiter herum (nach „12 Uhr“)
• Vor dem Kreisverkehr rechts einordnen
• Rechts blinken und Spur halten
• Nach der letzten Ausfahrt bevor es raus geht auf links wechseln und ausfahren
Mal wieder Linksverkehr. Obwohl wir schon viele Länder mit Linksverkehr mit dem Landy bereist haben, ist es immer wieder eine Umstellung. Aber nach zwei Tagen ist man wieder drin – vor allem, wenn Micha beim Abbiegen zusätzlich die richtige Richtung und Straßenseite vorgibt.
Dover Castle und Kreidefelsen
Wir haben in Südengland unglaublich viel besichtigt, daher hier nur eine etwas kürzere Auflistung der Sehenswürdigkeiten – sonst wird das hier irgendwann ein Reiseführer.
In Dover angekommen ging es direkt zum Dover Castle und zu den berühmten Kreidefelsen. Von dort aus machten wir uns auf den Weg Richtung Whitstable.
Straßenschilder
Schon nach kurzer Zeit wurde klar: England hat nicht nur Sehenswürdigkeiten, sondern auch einen ganz eigenen Humor. Ein Straßenschild zeigte uns: ½ Meile nach Ham und 3 Meilen nach Sandwich. In Sandwich selbst gibt es dann auch noch eine „No Name Street“. Später entdeckten wir zusätzlich noch Panzerblocker aus dem Zweiten Weltkrieg auf einer Wiese.
Reculver und Whitstable
Auf dem Weg nach Whitstable machten wir noch einen kurzen Halt bei den Reculver Towers.
Dabei handelt es sich um die Überreste einer ehemaligen römischen Festung und einer später darauf erbauten Kirche aus dem Mittelalter. Heute stehen nur noch die zwei markanten Türme direkt an der Küste – ziemlich beeindruckend, vor allem weil das Meer sich über die Jahre immer weiter herangefressen hat.
Für Micha war Whitstable eine kleine Reise in die Vergangenheit. Sie war mit 13 Jahren für einen Sprachkurs dort und wohnte zusammen mit drei Freundinnen bei einer Gastfamilie. Dort hin gelockt hat sie mich allerdings mit Austern.
Wir liefen am Strand entlang, schlenderten durch die Stadt – und ja, natürlich gab es wieder Austern. Was soll man sagen: Wenn es sie schon überall gibt, muss man sie auch essen.
Kreidezeichnungen aus der Luft
In England gibt es an mehreren Stellen riesige Kreidezeichnungen, die man vom Boden oft gar nicht richtig erkennt. Also haben wir die Drohne ausgepackt und uns das Ganze aus der Luft angeschaut.
• Das Folkestone White Horse:
Ein etwa 90 Meter langes, in den Hang gearbeitetes Pferd aus weißer Kreide. Die Linien sind ungefähr 30 bis 60 Zentimeter dick. Wirklich alt ist es allerdings nicht – es stammt erst aus dem Jahr 2003.
• Das Litlington White Horse:
Es stammt aus dem Jahr 1924 und ist etwa 28 Meter lang sowie 20 Meter hoch.
• Der Long Man von Wilmington:
Eine etwa 72 Meter große menschliche Figur, die vermutlich aus dem 16. oder 17. Jahrhundert stammt – auch wenn der genaue Ursprung nicht vollständig geklärt ist. Vermutlich hatte sie eine religiöse oder symbolische Bedeutung. Heute steht sie einfach da und schaut ins Tal.
Bodiam Castle
Eine klassische mittelalterliche Wasserburg aus dem 14. Jahrhundert, komplett von einem Wassergraben umgeben. Sie wurde ursprünglich weniger zur Verteidigung gebaut, sondern eher als repräsentatives Wohnschloss – sieht aber trotzdem genau so aus, wie man sich eine Burg vorstellt.
Wandern entlang der Kreideküste
Ab hier ging es dann richtig los mit unseren Wanderungen.
Erster Stopp: Beachy Head – mit 162 Metern die höchste Kreideklippe Englands. Von dort aus wanderten wir weiter zum Birling Gap und schließlich zu den berühmten Seven Sisters.
Die Seven Sisters bestehen aus mehreren aufeinanderfolgenden Kreideklippen, die durch Erosion entstanden sind. Wind, Regen und das Meer tragen das weiche Gestein seit Jahrtausenden ab – dadurch entstand diese wellenförmige Landschaft.
Wildcampen? Vergiss es.
Zwischendrin musste Micha wieder arbeiten – und wir mussten uns erneut um einen Schlafplatz kümmern. Und ganz ehrlich: Wildcampen in Südengland kannst du eigentlich vergessen.
Wenn es keine Zäune gibt, gibt es Hecken.
Wenn es keine Hecken gibt, gibt es Tore.
Und wenn es Tore gibt, sind sie abgeschlossen.
Bestenfalls findet man noch einen einsamen Wanderparkplatz.
Also blieb uns nichts anderes übrig, als auf Campingplätze auszuweichen. Zum Glück gibt es viele Farmer, die ihre Wiesen zur Verfügung stellen. Kostet aber trotzdem noch etwa 15 bis 20 GBP pro Nacht – meist ohne jegliche Einrichtungen.
Stonehenge – teuer, aber irgendwie doch Pflicht
Dann kam das große Highlight: Stonehenge. Die berühmte Steinformation wurde etwa zwischen 3000 und 2000 v. Chr. errichtet. Die riesigen Steine wurden teilweise über hunderte Kilometer transportiert – wie genau, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Man geht davon aus, dass Stonehenge eine rituelle oder religiöse Bedeutung hatte, möglicherweise als Sonnenkalender oder Kultstätte.
Der Eintrittspreis liegt bei stolzen € 33,- pro Person – und eigentlich wollten wir es deshalb auslassen. Aber wie das so ist: Wenn man schon mal da ist …
Lustigerweise führt ganz in der Nähe eine kleine, kaum befahrene Schotterpiste vorbei, auf der wir sogar mit Blick auf Stonehenge übernachten konnten.
Corfe Castle & Jurassic Coast
Bevor es wieder an die Küste ging, machten wir noch einen Stopp beim Corfe Castle. Eine beeindruckende Burgruine aus dem 11. Jahrhundert, die dramatisch auf einem Hügel über der Stadt thront.
Die Jurassic Coast erstreckt sich von den Old Harry Rocks bei Swanage über etwa 152 Kilometer bis nach Exmouth.
An der Küste ging es dann weiter mit absoluten Highlights: die Old Harry Rocks, die Lulworth Cove – eine nahezu perfekt hufeisenförmige Bucht – und nur ein Stück weiter Durdle Door, eine natürliche Felsenbrücke aus Kalkstein.
Etwa 20 Kilometer östlich von Exeter gibt es noch einen sogenannten Fossil Beach, ebenfalls Teil der Jurassic Coast, die seit 2001 UNESCO-Weltnaturerbe ist. Bei Ebbe kann man dort am Strand entlanglaufen und tatsächlich Fossilien finden. Und die Einheimischen nehmen das ernst: Mit Hammer und Meißel bewaffnet wird dort fleißig im Gestein gearbeitet.
Dartmoor
Es ist ein weitläufiges Hochmoor im Südwesten Englands, geprägt von rauer Landschaft, Granithügeln (den sogenannten „Tors“) und vor allem viel Natur. Das Gebiet ist ein Nationalpark und bekannt für seine oft mystische Stimmung – Nebel, Wind und plötzlich auftauchende Felsformationen inklusive. Im kleinen Städtchen Widecombe-in-the-Moor gingen wir frühstücken. Und ja, Dartmoor ist auch bekannt für seine wilden Ponys – die laufen dort einfach frei herum. So saßen wir auf dem Dorfplatz beim Frühstück und hatten direkten Blick auf die Ponys. Besser kann man eigentlich nicht in den Tag starten. Danach, gut gestärkt, machten wir mehrere kleinere Wanderungen durch das Dartmoor.
Lydford Gorge
An der westlichen Grenze liegt Lydford. Dort wollten wir eigentlich durch eine Schlucht wandern, die allerdings wegen Bauarbeiten gesperrt war. Also blieb uns nur der Wasserfall White Lady – aber der hat sich definitiv gelohnt.
Schottland - 10 Tage Mietwagenreise Oktober 2010
Dezember 2017 von Meiky
Nachdem wir uns zwei Tage Edinburgh angsahen, sind wir bis zur Nordspitze Schottlands gefahren und besichtigten noch die Insel Iona und Sky. Ende Oktober ist Schottland sehr ruhig, aber es kann auch täglich regnen und man tut sich etwas schwerer B&B´s zu finden, da viele dieser Häuser in den Wintermonaten kein B&B anbieten.
Wir denken, es ist aber immer noch leichter als zur Hauptsaison, es sei den man bucht dann alles im Voraus. Für uns ist das Vorausbuchen selten eine Option, da wir oft am Vortag noch nicht wissen wohin die Reise führt. Wir sind von Edinburgh wieder abgeflogen und haben gefühlt alle Schlösser und Burgen besichtigt, die es in Schottland gibt. Den „Explorer Pass“ nutzten wir voll aus!
England - BMX Roadtrips
Dezember 2017 von Meiky
In England war ich immer mit den Jungs zum Radfahren, genauer gesagt zum BMX fahren.
Rund um London, vorallem im westlichen Teil gibt es die weltbesten BMX-Spots. Auf nur 10 Kilometern finden sich 3 local-spots wie sie besser nicht sein könnten.
Zum Teil handelt es sich um „Secret Spots“, die tief im Wald versteckt sind und nur die Locals wissen wo sie sich befinden. Wenn man es schafft einen Trails & Dirt Spot ausfindig zu machen, sehr gut fahren kann, nicht suizidgefährdet ist und anschließend beim Bauen und der Instandhaltung mithilft kann man sich zum nächsten Spot durchreichen lassen.
Die Regelung ist immer dieselbe „no dig - no ride“. Allerdings machen die Engländer immer noch große Unterschiede mit welchem Rad man dort willkommen ist. BMX wird lieber gesehen als MTB. Als BMX-Tourist hat man den Vorteil an mehreren Spots fahren zu dürfen. Die Locals haben nur ihren eigenen Spots und werden zum Teil an anderen Orten abgewiesen.
/ Hier eine kleine Liste von Orten wo man die Spots finden kann. Wenn Ihr nett fragt, gebe ich die Koordinaten evtl. durch...
/ Jimmy Pratt Leatherhead
/ Epsom
/ Woburn Sand
/ Wisley
/ Chertsey
/ Brockham
/ Hills & Mountains Trail
