Reisevorbereitungen und Visaeinholung

Die Recherche für die Visaeinholung hat mich das damals vor eine Herausforderung gestellt. Aber wenn man weiß wie und wo es geht, ist es echt einfach.

 

/ Russland: haben wir in Deutschland über eine Agentur Sicher-Reisen eingeholt. Bei den Touristen Visa darf man 30 Tage vor Ort bleiben und innerhalb dieser Tage muss man Ein- und Ausreisen. Besser sind da Geschäftsvisa. Die sind 1 Jahr gültig und man kann beliebig oft Ein- und Ausreisen, da viele mehrfach Ein- und Ausreisen  macht das mehr Sinn.

/ Kasachstan: Visa on Arrival an der Grenze und 30 Tage Aufenthalt. Mit Visaverlängerung vor Ort haben wir keine Erfahrungen. Man kann aber belieb oft zwischen Kirgistan und Kasachstan hin- und herreisen.

/ Kirgistan: Visa on Arrival an der Grenze und 60 Tage Aufenthalt. Mit Visaverlängerung vor Ort haben wir keine Erfahrungen. Man kann aber belieb oft zwischen Kirgistan und Kasachstan hin- und herreisen.

/ Tadschikistan: Kann man sehr leicht online beantragen innerhalb von 3 Tagen hat man es schon. Wenn Ihr den Pamir fahren wollt, müsst Ihr das GBAO-Permit ankreuzen, kostet dann etwas mehr. Bei der Beantragung gibt man einen 45 tägigen Zeitraum ein und innerhalb dieser Zeit muss man Ein- und Ausreisen.

/ Usbekistan: 30 Tage Aufenthalt. Seit 3 Monaten kann man ein E-Visa beantragen, wir haben hier aber keine Erfahrungen. Visum haben wir ebenfalls über Sicher-Reisen beantragt.

/ Iran: E-Visa möglich aber keine Erfahrungen. Seit Januar 2019 werden auch keine Visa mehr in den Pass geklebt, er wird auch nicht mehr abgestempelt, sondern nur noch das E-Visa Formular. Wir haben 2018 die Visa in Bishkek und Dubai in der Botschaft eingeholt. Ist auch super einfach und innerhalb von 24 Stunden hat man das Visum. Das Iranvisum ist 90 Tage gültig und man darf 30 Tage im Land bleiben. Man kann zum Beispiel kurz vor Ablauf des Visa einreisen und hat dann trotzdem noch 30 Tage vor Ort. Visaverlängerung um weitere 30 Tage ist in jeder größeren Stadt kurz vor Ablauf möglich. Man benötigt für die Beantragung er Visa einen Referenznummer ohne die geht nix. Wir haben die über ein Iranisches Reisebüro Persepolis Travel einholen lassen, kosten ca. € 25,-- pro Person. Die Referenznummer ist mind. 30 Tage gültig.

/ Aserbaidschan: E-Visa, bekommt man innerhalb von 3 Tagen. Bei der Einholung gibt man ein Zeitraum von 90 Tagen an und innerhalb dieser Zeit darf man sich 30 Tage im Land aufhalten.

/ Turkmenistan:  Das spannendste zum Schluss: Toursiten Visa ist nur geführt möglich und sau teuer. Einzige Möglichkeit ist ein Transit Visum und ist 5 Tage gültig. Wir haben in Bishkek bei der Turkmenischen Botschaft den Letter of Invitation angefordert. Hierfür benötigt man die Visaformulare, Kopie vom Reisepass, Iran und Usbekistan Visa, Fahrzeugschein etc. Und ein Motivation Letter anbei. Danach dauert es 3 Wochen bis man den Letter of Invitation erhält. Hat man ihn bekommen kann man direkt zur Grenze fahren ohne Angabe von Zeit und Ort. Dies war uns aber immer noch zu unsicher und sind mit dem Letter of Invitation zur Botschaft in Duschanbe gegangen. Dort bekommt man dann das Visa in den Pass man muss aber das genaue Datum und de Grenzen angeben.

/ Transnistrien: Visa on Arrival (Immigration Card) max. 7 Tage Aufenthalt. Eine Ecotax für das Fahrzeug 4,-- USD ist obligatorisch. Mit einer Visaverlängerung vor Ort haben wir keine Erfahrungen

/ Moldawien: Visafrei 90 Tage Aufenthalt. Mit einer Visaverlängerung vor Ort haben wir keine Erfahrungen.

 

Klingt alles sehr kompliziert ist aber vor Ort dann alles deutlich einfacher.  Wenn was unklar ist könnt ihr euch gerne  melden.

 

Wir wünschen euch viel Spaß bei den Vorbereitungen.

 


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Motivation Letter
Hier ist das Muster für einen Motivation Letter um den Letter of Invitation für Turkmenistan zu beantragen.
Anschreiben Visa Turkmenistan_Muster.pdf
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Einreisebestimmungen zwischen Moldawien und Transnistrien
Offizielle Broschüre für die Einreise nach Moldawien von Tranistrien kommend
Broschüre_Einreise_Moldawien.pdf
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März 2018:

 

Das vermeindlich letzte Setup an der Einspritzpumpe. Aber so hunderprozent zufrieden sind wir leider noch nicht, er qualmt zwar nicht mehr so stark aber dafür ist nun im vierten und fünften Gang weniger Leistung vorhanden. Da muss Meiky wohl nochmal ran... 

Januar 2018:

 

Die Reisevorbereitungen sind im vollen Gange und wir haben uns schon einen großen Vorrat an Reiseführern und Kartenmaterial zugelegt.

 

 

 

 

Mit Englisch oder Spanisch werden wir nicht allzuweit kommen, darum eignen wir uns mal ein paar russisch Kenntnisse an: den wichtigsten Satz können wir schon: "Ein Bier bitte"!

Anders als bei einer Panamerikanatour, wo man in jedem Land bei der Einreise seine "Visa on Arrival" erhält, es TIP`s für´s Auto gibt und man noch dazu kein Carnet benötigt, beansprucht eine Reise durch Zentralasien schon allein durch die Visaeinholung einiges an Vorbereitungszeit. 

 

Während unserer Vorbereitung haben wir aber gemerkt, dass sich in den letzten 5 Jahren bezüglich des Netzwerks viel geändert hat, es gibt mittlerweile fünf Facebook Gruppen für Overlander mit dem eigenen Fahrzeug (wahrscheinlich nochmal die selbe Anzahl für Backpacker, LKW-, Rad- und Motoradfahrer).

Mit MapsMe und der App i-Overlander erscheint uns die Suche nach Übernachtungsplätzen schon jetzt etwas langweilig.

Wir werden aber auf unserer Reise bestimmt öfter mal bewusst auf diese Hilfsmittel verzichten, um eigene, schöne Plätze zu finden. Allerdings ist z.B. i-Overlander schon sehr hilfrich: es werden Grenzinformationen, Gas- sowie Dieselstationen etc. angezeigt, sowie Tragfähigkeiten von Brücken angegeben. In Südamerika standen wir das ein oder andere Mal vor einer wackligen Brücke oder kleinen Fähren und waren uns nicht sicher, ob diese unserem Gesamtgewicht standhalten. Meist haben wir einfach so lange gewartet bis ein Fahrzeug kam, das schwerer war als unseres und ob dieses die andere Uferseite sicher erreichte. 

 

Pionierarbeit muss man schon lange nicht mehr leisten als Overlander! Aber es bleibt trotzdem für immer eine Herausforderungen, weil man jeden Tag ins Ungewisse fährt. Dieses Reisen ins Ungewisse ist für uns der Reiz,welcher das Overlanding ausmacht. Darum hat uns nun die Reiselust wieder gepackt und wir fahren ein Jahr duch Europa, Zentralasien, Iran, VAE und den Oman, dann schaun wir mal wie es weiter geht.

 

Unsere derzeit geplante Route sieht folgendermaßen aus:

Die rote Linie kennzeichnet den geplanten Weg und die blaue unseren Plan B, falls bei der Einreise nach Turkmenistan etwas nicht ganz klappen sollte.


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