Armenien: Ein Land voller Klöster und Überraschungen

Juli 2018

Die Einreise nach Armenien ging glücklicherweise schnell, was auch daran lag, dass die armenische Zöllnerin Deutsch sprach, für uns einen zweiten Schalter öffnete und alles ganz genau erklärte. Am längsten dauerte das Besorgen und Verhandeln der SIM Karten. Vielleicht haben wir aber auch nicht ganz verstanden was es bedeuten sollte, was der Verkäufer auf einem Zettel notierte: 150 +150 + 150 + … für 30d.

Armenien überraschte uns wirklich und wir hätten nie gedacht, dass man Touristen so herzlich empfängt. Schon an der ersten Sehenswürdigkeit keine 30 Kilometer von der Grenze entfernt, beim Kloster Haghpat wurden wir von Hochzeitsgästen angesprochen was warum wir Armenien besuchen. Also haben wir wie immer alles geduldig erklärt: woher wir kommen, wie lange wir unterwegs sind, wo es noch hingeht etc. Die ganze anwesende  Hochzeitsgesellschaft freute sich riesig, dass wir ihr Land bereisen.

 

In unserer ersten Nacht in Armenien sind wir im Iris B&B untergekommen und konnten vor dem Haus im Auto schlafen. Das Abendessen war super. Wir trafen noch andere Reisende aus Deutschland, Österreich und Irland. Am Abend haben wir viel über Land und Leute Armeniens erfahren und Meiky konnte mich doch noch umstimmen nach Bergkarabach zu fahren. Die zwei netten irischen Touristen, die bereits dort waren und Irina, die Eigentümerin vom Iris B&B haben dazu beigetragen.

Die Fahrt Richtung Süden geht vorbei an der Westseite des Sevan Sees, wo man auch gleich nochmal zwei Klöster besichtigen kann: Sewanavank und Hayravank. Kurz bevor wie unseren Schlafplatz direkt am See neben einem Güterwagen gefunden haben kauften wir noch drei frische Makrelen für sagenhafte € 2,50. Am nächsten Morgen ging es etwas früher als sonst nach Bergkarbach. Den Artikel dazu lest Ihr hier.

 

Nach unserem Besuch in Bergkarabach nahmen wir noch das Kloster Tatev in Angriff, das mit seiner traumhaften Bergkulisse an der längsten Seilbahn der Welt gelegen den südlichsten Punkt für uns in Armenien darstellte. Auf der Weiterfahrt Richtung Norden bis Jerewan gab es noch die Köster Chor Virap, Norawank, Vorotanvank (nun reicht es aber auch mit Klöstern) und die Steinkreise von Zorats Karer, genannt „Armeniens Stonehenge“

 

Die Gastfreundschaft der Armenier ist sehr groß, meist gab es Vodka, so dass wir uns auch eine Flasche gekauft haben, um es den Einheimischen gleich zu tun. Bei unserer Übernachtung auf dem Parkplatz vom Kloster Chor Virap war Meiky mal wieder zu geizig €2,50 Parkgebühr auszugeben und hat stattdessen kurzerhand den Parkplatzwächter Sascha und seinen Freund auf einen Vodka eingeladen. Nach kurzer Zeit waren 0,5 Liter Vodka, unsere Salami, Brot und Käse vernichtet. Zwei Stunden später kamen sie dann auch noch mit einer neuen Flasche Vodka zurück, um sich zu revanchieren und schwupps war auch diese leer. Der Schuss ging nach hinten los. Danach denkt man sich: Hätte man doch lieber die Parkplatzgebühr bezahlt…

 

Wir waren natürlich auch im Camping 3Gs, das von einem holländischen Pärchen namens Sandra und Maty betrieben wird. Man muss hier unbedingt anhalten und es machen auch alle Overlander hier Halt, um sich neu aufzustellen oder die Batterien in dieser Oase wieder zu laden. So taten es auch wir, und blieben fünf Nächte. Man ahnt gar nicht was nach 3 Monaten alles im Auto und am Auto anfällt und was man einfach vor sich hin schiebt. Meiky machte ein paar kleine Schönheitsreparaturen und ich konnte den Kühlschrank endlich auswischen und alle Schränke und Kisten neu sortieren. Parallel haben wir gewaschen, gebloggt, Fotos sortiert etc. und schon waren die ersten beiden Tage um.

 

Am dritten Tag machten wir mit allen anderen Overlandern die vor Ort waren ein großes BBQ.

 

Im Norden von Armenien gab es noch ein paar Sehenswürdigkeiten für uns, wie das armenische Alphabet Monument, ein Observatorium und die Crystals of Refrain (was auch immer das war). Eine weitere Nacht verbrachten wir in den Bergen, wo wir ein neues Schnaubi fanden (siehe Fotos) bevor es wieder durch Georgien nach Russland ging.


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