Tansania - auf zum Tanganjika See

12.09.2022 von Meiky

Nach unseren Besuchen am Indischen Ozean und den Usambara Bergen, ging es ziemlich zügig weiter nach Arusha. Vorbei an Moshi, blickten wir oft nach Norden, um den Kilimanjaro zu sehen. Der Kilimanjaro, eigentlich ein Vulkan und von den Einheimischen liebevoll „Kili“ genannt, ist mit 5865 Metern der höchste Berg Afrikas und einer der Seven Summits. Da er immer mit dichten Wolken verhangen war, sahen wir ihn erst am Ende unseres Aufenthalts in Arusha, aus der Ferne.

Lange überlegte ich, ob ich eine siebentägige Besteigung über die Lemosho Route wagen sollte. Doch hatte ich so meine Bedenken, da ich derzeit sehr unfit bin und Wandern eigentlich auch gar nicht so mein Ding ist. Mit etwa € 2000,-- schlagen die Kosten sehr stark zu Buche. Das wollten wir lieber in eine Safari investieren

Arusha und die Werkstatt

Arusha ist die Touristenhochburg für alle Safari-Urlauber, die die umliegenden Nationalparks (Serengeti, Tarangire, Ngorongoro und Arusha Nationalpark) besuchen möchten. Wir mussten in Arusha einmal mehr zu einer Werkstatt. In der „Day and Night Autogarge Ltd“ checkten wir gemeinsam mit dem Eigentümer Pitu den Landy durch. Es stelle sich heraus, dass die Vorderachse wieder gerissen ist und alle, aber auch wirklich alle, Fahrwerkslager defekt waren. Doch die Reparatur musste noch bis nach unserer Safari warten. Also: Termin ausgemacht und noch rasch alle Ersatzteile und benötigten Öle eingekauft. Danach stellten wir unser Fahrzeug in der Nähe von Arusha auf einer Farm eines Deutschen Ehepaares ab. Danke an Giraffe 13  für den Kontakt. Los ging unsere Gebuchte Safari Tour!

 

Volkszählung in Tansania

Am Tag nach unserer Safari wollten wir, wie ausgemacht, in die Werkstatt. Unser Mechaniker vertröstete uns jedoch um einen Tag: Volkszählung war angesagt, das erste Mal seit 2016. Das läuft hier offenbar so ab: Jeder muss zu Hause bleiben, bis ein Vertreter der Behörden an der Tür klingelt. Dieser zählt die Leute im Haus, erhebt in welchen Berufen wer arbeitet, das Einkommen, etc. Klingt in der Theorie sehr plausibel, aber in der Praxis funktionierte es natürlich nicht.

Zum Beispiel wurde unser Mechaniker Pitu angerufen, dass er nach Hause kommen soll, zur Volkszählung. Er meinte am Telefon: „Ich war gestern die ganze Zeit zu Hause, da ist keiner gekommen und heute muss ich arbeiten“, dann legte er auf. Keine Ahnung, ob Pitu nun in der Volkszählung mit aufgelistet wurde oder nicht?

To dos und Kiboko

Am Landy, der jetzt übrigens „Kiboko“ heißt, also Nilpferd auf Swahili, gab es viel zu tun und wir machten uns an die Arbeit. Alle Lager und alle Öle an einem Tag getauscht. Am zweiten Tag wurde die Vorderachse ausgebaut, geschweißt und eingebaut sowie die seit Monaten leckende Servopumpe getauscht. Die neue Pumpe fahren wir schon seit Namibia mit uns spazieren. Währenddessen fettete ich die alten Radlager an der Hinterachse, da sich nach fast 100.000 Kilometern das Fett verflüssigt hat. Für die Vorderachse hatte ich keinen Bock mehr. Sie wird dann wahrscheinlich in Kenia fällig. Am dritten Tag in Arusha waren wir im Supermarkt, auf lokalen Obst- und Gemüsemärkten, Wäschewaschen, Benzin und Diesel tanken und es gab für Kiboko auch mal wieder einen Großputz. So bekommt man ganz schnell einen Tag auf Langzeitreise durch, ohne dass eigentlich etwas Nennenswertes passiert wäre.

 

Auf dem Weg nach Westen hielten wir für drei Tage beim Manyara See auf, um etwas zu entspannen, unsere weitere Route zu planen, ein neues Carnet zu beantragen, etc. Von den darauffolgenden, etwa 1000 Kilometern, waren 100 km schlechte Piste, aber bis nach Kigoma schafften wir es trotzdem in drei, langen Fahrtagen. Noch am Tag unserer Ankunft in Kigoma gingen wir in die Botschaft von Burundi. Wir durften mit dem Auto sogar in das Botschaftsgelände einfahren. Das Visum erhielten wir innerhalb von 15 Minuten. Wir mussten keine Anträge ausfüllen und die zwei einzigen Fragen, wer wir sind und was wir in Burundi wollen, waren schnell beantwortet. Endlich mal eine sehr einfache Visaeinholung. Allerdings wird man dafür pro Person um 90 USD erleichtert. Schwieriger wird es im Norden Burundis werden, um nach Ruanda auszureisen. Hierfür benötigt man Genehmigungen, um bei der derzeit geschlossenen Grenze, auszureisen. Diese bekommen wir hoffentlich in der Hauptstadt Bujumbura.

Das Wochenende verbrachten wir am Tanganjika See in Kigoma und am Montag ging es los nach Burundi, ein nicht ganz typisches Reiseziel in Ostafrika.



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