Usbekistan – Diesel, yes, no, maybe, I don´t know

09.11.2018 von Meiky:

 

So… jetzt noch ein kleiner Erfahrungsbericht über die angebliche Dieselproblematik in Usbekistan.Wir hatten vor unserer Einreise nach Usbekistan etwas Bauchschmerzen, da wir vieles gelesen und gehört haben. Das war wie folgt:

 

# An Ausländer darf kein Kraftstoff ausgegeben werden

 

# Dieselfahrzeuge werden von den Einheimischen nicht gefahren – nur LKWs tanken dort Diesel

 

# Diesel gibt es nur auf dem Schwarzmarkt, in schlechter Qualität und in Flaschen oder Kanister abgefüllt

 

# Nur im Oktober gibt es für die Baumwollernte genügend Diesel, da viel für die Landwirtschaftsmaschinen bereitgestellt werden muss

 

# Oder: im Oktober gibt es gar keinen Diesel, da die Landwirtschaftsmaschinen alles aufbrauchen

 

Wir können aus eigener Erfahrung sagen: alles Quatsch! Wir mussten zweimal an verschiedenen Tankstellen nachtanken und ja, es stimmt, dass nicht jede Tankstelle Diesel führt, aber spätestens nach dem fünften Anlauf hat es immer geklappt, Tankstellen gibt es nämlich genügend. Das erstmal haben wir sicherheitshalber durch einen wasserabscheidenden Filter getankt, bei der zweiten Tanke haben wir den Filter schon nicht mehr benutzt, weil die Qualität beim ersten Mal schon sehr gut war. Während der Fahrt spürten wir keinen Leistungsverlust, aus dem Auspuff qualmte es auch kaum schwarz raus, (sogar weniger als in Deutschland???) und unsere Standheizung hat sich ebenfalls nicht beklagt.

 

Wenn man die Augen offen hält und von vornherein die Metan/Butan Tankstellen meidet bekommt man ziemlich schnell den benötigten Kraftstoff, Benzin bekommt man leichter als Diesel. Dieselben Erfahrungen teilen auch HoponTravel und TruckedOff.

 

Wir gehen stark davon aus, dass die oben aufgeführten Punkte nicht erfunden sind und es in der Vergangenheit bestimmt schwieriger war an Kraftstoff ranzukommen. Seit 2016 gibt es in Usbekistan einen neuen Präsidenten, der den Tourismus weiter ausbauen möchte. Das individuelle Bereisen von Usbekistan wird daher immer einfacher werden, was sich auch dies am vereinfachten e-Visa Verfahren seit Juli 2018 zeigt. Seit Oktober 2018 bekommen Franzosen sogar ein „Visa on Arrival“ und ab 2021 will man auch die Registrierung abschaffen (nach der uns übrigens an der Grenze kein Mensch gefragt hat…)



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