Oman – Wadis und Wüsten

13.01.2019 von Meiky:

 

Die Einreise in den Oman aus der VAE lief problemlos, allerdings musste man den Zöllnern erklären wie sie das Carnet de Passage (Reisepass für das Auto) richtig abstempeln und ausfüllen sollen. Schien so als hätten sie noch nie eines gesehen und Meiky hatte das Gefühl, dass es vielleicht gar nicht notwendig gewesen wäre, das Carnet zu zücken, wenn man ohnehin später wieder in die VAE einreist, aber wir gingen wie so oft einfach auf „Nummer sicher“.

Nach gut einer Woche sind wir immer noch im Norden Omans, den wir bereits 2011 mit einem Mietwagen und einem Zelt bewaffnet erkundet haben. Daher ließen wir Muscat und ein paar weitere  Sehenswürdigkeiten, die wir aus der Vergangenheit schon kannten, aus. Es hat sich viel getan im Oman: die Anzahl der Touristen und Preise sind stark angestiegen. An vielen Stellen waren wir damals vollkommen alleine und jetzt sind viele Gruppen und Individualreisende mit 4x4 Fahrzeugen unterwegs und donnern durch die Wüsten und Wadis.

 

Die erste Nacht blieben wir an einem langen Sandstrand und fuhren am nächsten Tag durch das Wadi Bani Awf durchs Gebirge. Wir besichtigten auf dieser Strecke drei Forts in Nakhl, Barka und Rustaq, die wir noch nicht kannten. Auf dem Berg Jebel Akhdar auf ca. 2000 Meter Höhe angekommen wurden wir schwer enttäuscht. Nicht weil wir streckenweise den Berg im ersten Gang hochfahren mussten, da es unserem Landy wieder zu heiß wurde, sondern weil zwischenzeitlich hässliche Bauten, Hotels und ein Freizeitparks dort oben in die Landschaft gesetzt wurden, wo wir 2011 auf einem Plateau namens „Dianas Point“ mit schönster Aussicht einsam zelten konnten. Jetzt steht genau an dieser Stelle ein 5* Resort und ein Plateau weiter ist ein weiteres schon in Bau. Es gibt jetzt einen Flughafen und zahlreiche Hotels an den Stellen, wo man früher alleine die Gegend erkunden konnte. Nach nur einer Nacht auf der Ebene des Jebel Akhdar sind wir wieder runter zur Stadt Nizwa gefahren.

In Nizwa besuchte uns wie auch schon in Usbekistan Meikys Mutter mit  Freund Deepam. Gemeinsam fuhren wir die Sehenswürdigkeiten rund um Nizwa ab, wie das Al Hoota Cave, den Jebel Shams, Wadi Guhl etc. Den berühmten Tiermarkt von Nizwa am Freitagmorgen hatten wir 2011 verpasst, diesmal aber nicht! Um einen kleinen Pavillon werden Ziegen und Schafe geführt und zum Verkauf angeboten. Kühe, Kälber und Esel sind eher seltener. Nach Nizwa ging es in die Wahiba Sands Wüste und wir stellten uns in Fuß Nähe zum Nomadic Desert Camp, da sich dort Meikys Mutter und Deepam zwei Nächte eingebucht hatten. Am zweiten Tag in der Wüste fuhren wir zu viert im Mietwagen durch die Dünen in das nächste Dünen Tal. Meiky ist allerdings kein Freund von Sanddünen und Sandpisten, da sich unser drei Tonnen schwerer Landy wirklich nicht angenehm darauf fährt. Neben dem langsamen Fahren muss man auch extrem vorsichtig sein und dennoch fängt das Auto oft das Rutschen, Schlingern und sich aufschaukeln an. Ganz anders mit dem viel leichteren Mietwagen, da kann man sogar richtig Spaß haben. Im Tal angekommen haben wir leider keinen sicheren Weg wieder zurück gefunden ohne Gefahrzulaufen steckenzubleiben und mussten 15 Kilometer aus dem Tal raus um in „unserem“ Tal wieder 15 Kilometer zum Camp zurück zufahren, dafür wurden wir mit besonders zutraulichen Dromedaren unterwegs belohnt.

Ein weiteres „must do“ ist das Wadi bin Kahlid, hier kann man im Wadi bei erstaunlich warmen Wassertemperaturen durch die ausgewaschenen Becken schwimmen. Über Sur ging es weiter in das Wadi Shab, in das man gute 50 Minuten hineinwandern muss und am Ende ebenfalls zu Becken zu gelangen durch die man sich schwimmend fortbewegen muss und dreimal über sehr glitschige Felsen klettert um zum letzten Becken zu gelangen. Dort angekommen denkt man fast hier wäre das Ende erreicht, aber es führt ein kleiner 5 bis 7 Meter langer Tunnel in dem schwimmend nur der Kopf durchpasst in eine kleine Grotte mit einem kleinem Wasserfall. Diesmal holten wir es nach, 2011 stand in unserem Reiseführer nur, dass sich die Wanderung in das Wadi lohnt, aber es ist keine Höhle mit Wasserfall erwähnt, in die man schwimmen/tauchen kann. Danach fuhren wir gemeinsam in Richtung Muscat und an einem einsamen weißen Strand trennten sich unserer Wege. Wir verabschiedeten uns erneut und wir blieben zwei weitere Nächte an dem fast einsamen Stand um uns für unsere Nächste Etappe vorzubereiten bei der wir erneut über das Gebirge und dann 150 Kilometer durch die Wahiba Sands in den Süden wollen, den kennen wir noch nicht kennen.



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