Schöne schreckliche Straßen - Der Svaneti Loop von Mestia über Ushguli nach Sasaschi

The Michaels, Offroad, Svanetiloop, von Ushgui nach Mestia, Camping in Georgien

05.07.2018 von Meiky:

 

Der Svaneti Loop von Mestia über Ushguli nach Sasaschi  umfasst genau 95 Kilometer. Wir benötigten für die gesamte Distanz 5 ½ Stunden (reine Fahrzeit, Mitte Juni, ohne Pausen).

 

Wir hörten im Vorfeld viele Geschichten über den Svaneti Loop: Er sei quasi unpassierbar, eine echte Herausforderung, umfasse zwei hohe Pässe bis 2900 Meter über NN, Furten mit hohem Wasser, wackelige Brücken, etc.

Kurz gesagt: alle oben genannten Punkte haben wir nicht feststellen können. Anspruchsvoll bleibt der Loop jedoch trotzdem, da es sich im Grunde um einen schlechten Feldweg handelt mit abwechselnd steinigen und matschigen Passagen.

Nachdem es die ganze Nacht durchgeregnet hatte und am Morgen immer noch regnete machten wir uns von Mestia aus trotzdem mal auf den Weg nach Ushguli um dort zu entscheiden, ob wir den Loop fahren oder umkehren. Da wir Ushguli mit seinen Wehrtürmen ohnehin besichtigen wollten, war dies ein guter Plan.

 

 Von Mestia nach Ushguli sind es 46 Kilometer. Die ersten 25 Kilometer sind asphaltiert und man kommt sehr schnell voran, danach allerdings nur noch mit Fahrzeugen mit hoher Bodenfreiheit. Allrad ist nicht zwingend erforderlich, aber definitiv ratsam. Bis Ushguli benötigten wir 1 ¾ Stunden (reine Fahrzeit, ohne Fotostops). In Ushugli angekommen wurde das Wetter besser und die Sonne kam heraus. Auch die Locals sagten uns, dass der Loop fahrbar sei und so entschieden wir uns weiter zu fahren. Ab Ushguli fuhren wir die gesamte Strecke in der Untersetzung. Man muss aber sagen, dass Meiky mit der Untersetzung immer sehr schnell zur Stelle ist. Er mag den dritten Gang in der Untersetzung, da dieser sehr elastisch ist und so haben wir das Gefühl der Landy tut sich dann auch etwas leichter. Ab Ushguli geht es weiter hinauf zum einzigen Pass auf ca. 2600 Metern. Bis zu diesem Pass war die Piste gut befahrbar, aber danach wurde es deutlich schlechter. Matschiger Untergrund, grobes, loses Gestein und tiefe Auswaschungen wechselten sich ab. Viele lange Passagen mussten wir in der Untersetzung im ersten Gang fahren.

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Laut der App „iOverlander“ muss man bei folgenden Koordinaten (N42.81203 / E043.11217) einen Fluß durchqueren. Für uns ist ein kleiner Bach der die Straße kreuzt und die Felgen benetzt nicht wirklich eine Furt und auch eine Brücke, wie in neueren Posts beschrieben, gibt es dort nicht. Aber bei sehr starken Regenfällen kann aus dem Bach bestimmt ein reißender Strom werden, der an dieser Stelle die Piste wegspülen könnte. Darum ist es ratsam vor der Fahrt die Einheimischen zu fragen, in welchem Zustand die Strecke zurzeit ist. Der Svaneti Loop ist wirklich wunderschön, mit tollen Panorama, blühenden Wiesen und einer Vielzahl an Schmetterlingen. Da es auch kein Dorf auf der Strecke gibt ist man vollkommen alleine. Außer zwei Radfahrern kam uns auch niemand entgegen.  -  Ab Sasaschi ist die Straße wieder asphaltiert!

 

Fazit:

Wenn man sich viel Zeit lässt und langsam und bedacht fährt, kommt man ohne Probleme auch sehr fahrzeugschonend am Ziel an. Mit Motorädern und mit dem Fahrrad ist der Weg ebenfalls gut befahrbar. Bei LKW´s sind wir uns nicht sicher, da wir noch nie einen gefahren sind. Meiky saß nur einmal in einem Mercedes 1017 und zwischen sitzen oder fahren ist es doch noch ein Unterschied. Wir schätzen mit einem 7,5 Tonner ist es möglich, aber bei einem 12 Toner würde es schon haarig werden, da die Strecke nur aus einem schmalen Feldweg besteht und die Äste manchmal sehr tief hängen. Noch dazu gibt es zwei enge Spitzkehren. Felsüberhänge gibt es keine.

 

Unser Tipp: Vormittags gemütlich von Mestia nach Ushguli fahren, so dass man den ganzen Nachmittag die Umgebung erkunden kann. Man könnte sich dann in der Nähe von Ushguli ein gerades Plätzchen zum Schlafen suchen. Am nächsten morgen früh aufbrechen, so dass man sich den ganzen Tag für die Strecke zeitlassen kann. Pausen sind mitten dem auf dem Weg möglich da kaum jemand die Strecke fährt. Ohne Allradfahrzeug würden wir die Strecke nicht empfehlen!!bernachtungen: bei Kilometer 80 ist hier: N42.79963 / E043.09091 neben dem Fluss ein sehr flaches grasiges Areal auf dem es zahlreiche Plätze für Fahrzeuge, LKW´s, Motorräder und Zelte gibt.



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