Georgien: Schöne schreckliche Straßen - von Achalziche nach Batumi

Mietwagenrundreise in Georgien, The Michaels, Georgien Individuell

29.06.2018 von Meiky:

 

Man kann sagen, dass die Straßen in Georgien nicht zu den besten zählen. Auch die beiden Bergpässe, die wir fuhren bestanden nur aus mehr oder weniger schlechten Schotter. Im Winter sind die Pässe nicht geräumt und auch nicht befahrbar, was sich zum Teil bis Mitte Juni hinziehen kann. Desweitern kann es bei manchen Abschnitten nach langanhaltend starkem Regen zu unpassierbaren Auswaschungen kommen. Im schlimmsten Fall ist die Piste durch Erdrutsche ganz verschwunden. Für uns hat es den Anschein erweckt, dass die Bergstraßen im Sommer immer befahrbar sind und bei Bedarf ausgebessert werden, aber eben nur so, dass sie einigermaßen befahrbar sind. Die Route „1“ oder „1“ von Achalziche nach Khulo umfasst genau 80 Kilometer. Für diese Distanz benötigten wir 3 ½ Stunden (reine Fahrzeit, Mitte Juni, ohne Pausen).

 

Die ersten 30  bis 35 Kilometer sind sehr gut asphaltiert und kurzzeitig Geschwindigkeiten bis 80 Kilometer pro Stunden gefahrlos möglich. Die Straße endet allerdings abrupt in einer Schotterpiste. Die ersten 2-3 Kilometer zu den nächsten Dörfern können noch mit einem normalen PKW befahren werden. Danach wird es deutlich welliger und steiniger, so dass man hohe Bodenfreiheit benötigt. Wir sahen hier auch nur noch Allradfahrzeuge und keine Locals in einem Peugeot 205, wie uns vor Antritt der Fahrt gesagt wurde. Bis zum Pass auf 2025 Metern ist die Strecke nicht sehr steil und es gibt nur wenige Spitzkehren. Wir fuhren in der Untersetzung im dritten Gang und mussten nur selten in den zweiten Gang wechseln, so dass man eigentlich recht konstant mit 10 bis 15 km/h den Pass hinauf kommt.

Nach dem Pass kommen die Einheimischen wieder mit 2WD Fahrzeugen und Minibussen entgegen, die Piste wird etwas besser, aber man kann trotzdem nicht schneller fahren. Die Geschwindigkeit von 10  bis 15 km/h blieb also gleich. Erst ab weiteren 10 Kilometern wird die Strecke dann langsam besser und besser, so dass wir ohne Untersetzung fahren konnten und dann auch zügiger vorankamen. Ab Kuhlo ist die Straße bis nach Batumi wieder asphaltiert.

 

Übernachtungsmöglichkeit: Nach dem Pass bei ca. Kilometer 58 (N41.64451 / E042.49026) sieht man eine sehr große flache Wiese in deren Mitte sich ein kleiner Pfad befindet. Folgt man diesem bis zum Ende der Wiese, fährt nochmal 30 Meter weiter abwärts zu einem weiteren kleineren Plateau (N41.64178 / E042.48757). Dort ist es absolut ruhig und versteckt von der Piste. Übernachtet man dort, kann man den anspruchsvolleren Abschnitt der Strecke auf zwei Tage aufteilen. Die Wiese ist ideal für schwere LKW´s, Motorräder und Zelte.

 

Fazit: Die Strecke ist wirklich schön und sehenswert und somit eine tolle Alternative um nach Batumi zu gelangen. Wenn man sich viel Zeit lässt, langsam und bedacht fährt, kommt man ohne Probleme auch sehr fahrzeugschonend über den Pass. Die Piste ist auch mit LKW´s gut befahrbar. Es gibt keine überhängen Felsen oder Äste, keine engen Spitzkehren und die Piste ist auch so breit, dass immer zwei LKW´s nebeneinander durchkommen würden. Für die Strecke bis zum Pass benötigt man zwingend eine hohe Bodenfreiheit, Allrad ist bei Trockenheit nicht notwendig. Bei Nässe können aber einige Abschnitte schlammig werden.



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